Dienstag 10 Dez 2019

Berichte

Verletzt und dann einfach starten?????        ( 29.10.16 )

Neulich habe ich im Netz auf der Homepage der Hahnertwins ( das sind die Girlies, die Hand in Hand beim olympischen Marathons ins Ziel gelaufen sind- fast wie bei einem Volkslauf ) einen Artikel von Anna Hahner gefunden, der äusserst aufschlussreich ist und aus dem man viel lernen kann:

                  Gehe nie verletzt an den Start eines Wettkampfes sondern schau dann lieber zu.

Anna Hahner schreibt auf ihrer Homepage : http://www.hahnertwins.com/de/news/444

               Neue Ziele im Visier?!? Vorerst komplett Pause.

Das einzige, was bei mir zur Zeit richtig rund läuft, ist die Waschmaschine. Ich bin es nicht. Bewegung ist physikalisch gesehen die Ortsveränderung mit der Zeit. Rio, Fleesensee, Dresden, Turin, Stuttgart, Herzogenaurach und nun wieder Schwarzwald. Viel Bewegung, große Ortsveränderung, aber alles nur im Auto und Flugzeug als Passagier. Ich habe absolutes Sportverbot. Nicht nur Laufverbot, sondern auch Schwimm-, Aquajogging- und Radelverbot. Ich habe einen Sehnenanriss im rechten Oberschenkelansatz im Sitzhöckerbereich. Die Verletzung wurde bereits im MRT im olympischen Dorf in Rio wenige Tage nach meinem Marathon diagnostiziert und nun bestätigt. Bääm. Knock out. Großer Schock? Nein. Das kam nicht wirklich unerwartet. Seit einem Jahr habe ich Beschwerden im rechten Bein. Die habe ich zuerst nicht ernst genommen, ich wollte einfach darüber hinweg laufen, wie es schon oft funktioniert hat. Nicht akzeptieren, nicht hinschauen und nicht darüber reden. Deshalb haben wir dazu auch nichts kommuniziert. Denn es waren ja scheinbar nur Schmerzen, die jeder Marathonläufer kennt, der an der Leistungs- und Schmerzgrenze trainiert und Wettkämpfe läuft. Ich konnte trainieren, nicht schmerzfrei und doch so, dass es akzeptabel war. Nach intensivem Training waren die Beschwerden stärker und statt auszulaufen bin ich manchmal nach dem Bahntraining gewandert. Über Nacht hat sich das Bein wieder gebessert. Meine Sturheit und Härte hilft mir im Marathon und kann mir auch zum Verhängnis werden. Mit regelmäßiger Physiotherapie hatte ich die Verletzung unter Kontrolle und war zeitgleich auf der Suche nach der Ursache. Kommt es vom Rücken? Ischias? Muskulär? Sehnenreizung? Viele Fragen und Möglichkeiten und keine eindeutige Antwort. Beim Hannover Marathon im April 2016 konnte ich ab dem Halbmarathon keinen richtigen Schritt mehr ziehen und mich rechts nicht richtig abdrücken. Da zerrinnen die Sekunden und Minuten in jedem, um wenige Zentimeterchen verkürzten, Schritt. Die ersten Tage nach dem Hannover Marathon konnte ich nicht laufen, dann hat das Bein sich wieder beruhigt. Ich war während der Olympiavorbereitung nie beschwerdefrei und konnte dennoch meist voll trainieren.

Dennoch habe ich schon direkt im April ein MRT machen lassen, um mehr Klarheit zu bekommen. Ich hatte einen Ermüdungsbruch im Lendenwirbelbereich, der aber schon wieder verheilt war. Ich bin quasi darüber hinweg gelaufen. Beindruckend und beängstigend zugleich. Durch die resultierende Fehlbelastung beim Laufen wurde dann meine Sehne im rechten Bein am Sitzhöckeransatz gereizt und es hat sich Wasser eingelagert. Um es komplett auszukurieren, hätte ich mindestens acht Wochen pausieren müssen. Die Zeit konnte und wollte ich mir vor Olympia nicht nehmen. Den der 14. August, das Datum des olympischen Marathons stand fest. Daher mein Entschluss: Mit Beschwerden weiter trainieren in Kombination mit noch viel mehr Therapie und ärztlicher Versorgung. Ich war mehrmals in München bei Dr. Müller-Wohlfahrt, war jeden zweiten Tag zur Massage und in Rio wurde ich täglich vom Physiotherapeuten Klaus Eder behandelt. Eine bessere Behandlung kann man wohl nicht bekommen. Und deshalb hatten wir alle die Hoffnung, dass mein Bein hält. Wenigstens für dieses eine Rennen über 42,195km. Im Training hat es gehalten. Und Training ist nicht Wettkampf. Während ich im Training leicht 5x1000m schnell laufen konnte, hat beim olympischen Marathon schon nach 3km mein Bein zu gemacht. Der Nerv und die Muskeln haben die Notbremse rein gehauen. Und ich konnte mich rechts gar nicht mehr abdrücken. Nicht so wie in Hannover, dass ich nicht mehr in die Streckung kam, ich konnte vielmehr keinen Druck mehr in diesem Bein ausüben. Gefühlt bin ich deshalb den Marathon nur auf dem linken Bein gelaufen. Der Arzt hat mir meine Verletzung so erklärt. Ich bin mit einem ausgefransten Hanfseil losgelaufen. Das hätte halten können, hat es aber nicht und ist angerissen. Das ist keine leichte Verletzung und es wird heilen. Und das wird nicht nur ein paar Tage sondern viele Wochen brauchen. Wochen, die ich vor Olympia nicht hatte und mir nun nehmen werde. Daher werde ich neue Ziele und Wettkämpfe erst fixieren, wenn ich wieder gesund bin. Frühestens im Oktober darf ich anfangen, wieder locker Sport zu machen. Kein Laufen, aber vielleicht ein bisschen Bewegung im Wasser. Wie kommt ein Rennauto damit zurecht, wenn es nur in der Garage stehen darf? Renato Canova hat mir letzte Woche dazu gesagt: „You always say, my engine is ok, I can run. But the problem is that you're wheels and your autobody is not ok. You have to fix your autobody and only then your engine can show its real power." Also kümmere ich mich nun um meinen Körper und freue mich darauf, wenn ich den Rennmotor wieder anschmeißen darf und er die PS auf die Straße bringen kann. Das ist mein nächstes Ziel.

DATUM  06.September 2016

Ich bin fast vom Hocker gefallen. Zum Saisonhöhepunkt verletzt anreisen, das ein Nogo!!!!!

Vielleicht sollte sich Anna mal  Arne Gabius' Artikel in der 'Running' ( siehe auch https://www.facebook.com/arne.gabius/  Eintrag vom 18.10. ) zu Gemüte führen.....................

 

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Und hier die letzte Neuigkeit ( 20.10.2016 )   

LEICHTATHLETIK-AUSSCHUSS            HH, den 20.10.2016

Liebe Spartenleiter/innen !

Wegen des erst am 30. Oktober beendeten Gastspiels vom Zirkus Knie auf der Horner Rennbahn kann der für den 29. geplante HEK-Crosslauf nicht auf der Horner Rennbahn durchgeführt werden. Da auch eine Woche später die Horner Rennbahn nicht zur Verfügung steht, wird der Auftakt der Wald-/Crosslaufserie am 5. November im Stadtpark stattfinden. Start und Ziel sind auf der Jahnkampfbahn, danach 1, 2 oder 3 Runden im Stadtpark. Es wird die Strecke sein, auf der 2004-2006 die Hamburg-Mannheimer den Stadtparklauf durchführte. Geplant ist der folgende Zeitplan: 11:45 Kinderlauf / 12:00 Kurzstrecke / 12:45 Langstrecke / 14:00 Uhr Mittelstrecke.

Positive Gespräche mit den für die Genehmigung zuständigen Dienststellen des Bezirksamts Nord wurden geführt, die endgültigen Bestätigungen stehen jedoch noch aus. Sobald diese vorliegen, werden unsere BSG´en umgehend informiert.

HEK und LA-Ausschuss bedauern, dass bei der Genehmigung für den Crosslauf auf der Horner Rennbahn von den zuständigen Stellen nicht auf die ggf. weitere Nutzung der Horner Rennbahn hingewiesen wurde. Vielleicht ist der 5. November sogar der bessere Termin, da die Schulferien in Hamburg ja erst am letzten Wochenende im Oktober enden.

Unsere Spartenleiter/innen werden gebeten, ihre Aktiven umgehend über den neuen Termin

und Ort zu informieren.

Auf ein großes Teilnehmerfeld am 5. November freut sich

die BSG HEK und der LA-Ausschuss!

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Hier erscheinen interessante Berichte unserer Leichtathletik-Sparte

Die neue Crosslaufserie 2016/17 startet Anfang November 2016 , und dann gibt es neue Berichte 

Cross in Tangstedt 6.2.2016

Ein sehr persönlich eingefärbter Bericht

Statt Chip und Startnummer brauchte ich diesmal nur das neue Flying-Banner und meine Canon EOS 500D-Kamera mitzunehmen. Der Regenschirm blieb auch zuhause.

Auf dem Fussmarsch zum Startbereich traf ich gleich den ersten Vattenfaller. Jürgen wollte nach langer Zeit mal wieder starten. Ich suchte einen geeigneten Platz, um das Banner aufzupflanzen - wie versprochen links vom Start und hoffentlich gut sichtbar. Jürgen legte seine Siebensachen neben dem Banner ab und trabte zum Warmlaufen auf die Strecke los.

Pünktlich um 13.30 Uhr ertönte der Startschuss zur Langstrecke. Und ich ging - ausgestattet mit meiner Kamera - ungefähr 200m entfernt vom Ziel zu dem Platz, an dem ich die meisten meiner Fotos machte. Überrascht war ich, als Michael K. in Arbeitskleidung auftauchte und nicht im Laufdress. Er hatte Bereitschaft und leider auch in Poppenbüttel am Vormittag einen Störfall, den er beheben konnte. Sehnsüchtig schaut er den vorbeieilenden LäuferInnen zu ( Foto 1 und 9 Tangstedt ). Eine der Vattenfall-Läuferin, Dagmar Koring, lief lächelnd vorbei, schaute uns zu lange an - und knickte mit dem Fuss um und musste ihr Rennen aufgeben. Auf Foto 10 sieht man sie, wie sie lächelnde Miene zum blöden Spiel macht zwischen zwei Herren. Der Nicht-Vattenfaller auf dem Foto ist übrigens Bernd Orlowski ( „Orlo" ) , der Vorsitzende des BSV-Leichtathletikausschusses.

Ansonsten war es für mich angenehm, mal wieder am Rand zu stehen und die Läufer anzufeuern und das eine oder andere Foto zu machen.

Nach der Langstrecke habe ich die Kamera ins Auto gebracht und bin dann dem Feld der Kurzstreckler entgegengelaufen.

Die Strecke war noch teilweise vereist, aber meistens gut belaufbar und auch der Wettergott meinte es gut mit uns: ca. 3 Grad und kein Niederschlag und wenig Wind.

Dementsprechend war auch unsere Teilnahme. Von 21 gemeldeten finishten 19. Einer konnte wegen Zahnschmerzen nicht kommen ( gute Besserung, Dietmar ) und Dagmar knickte um und musste ihr Rennen aufgeben ( siehe oben ) .

Und so meine ich, habe ich auch jeden der 20 Starter persönlich begrüßt.

Als die Mittelstreckler ihre beiden Runden drehten, packte ich unser Flying-Banner zusammen. Dieses Banner wird dann auch  beim nächsten BSV-Cross in Bergedorf wieder flattern.

Kurzer Bericht vom Sülldorfer Cross 23.1.2016

das war ja am Sonnabendnachmittag ein richtig schönes Winterwetterchen.

Hier ein Kommentar ( dem ich mich anschliesse )

wer noch am Sonnabend Vormittag im Supermarkt seine Einkäufe erledigte, konnte trotz des einsetzenden Schneefalls denken: "das bißchen...". Ab 12:50 Uhr sah die Sache in der Sülldorfer Kiesgrube dann ganz anders aus und eigentlich wie immer, wenn es zum Crosslauf des Finanzamt Blankeneses, bzw seit 2 Jahren des Hamburger Laufladens ging: Eiskalt, schneebedeckter Boden und ein anspruchsvolles Profil. Auch über die drei quer über den Zielschuß liegenden Bäume, die Jens Gauger noch eine Woche vor dem Lauf dokumentierte, wollte man nun auch nicht mehr schmunzeln. Auf der bis dahin bestens präparierte Strecke, wurde nun improvisiert und viele Helfer machten auf die gefährlichsten Stellen aufmerksam. ( Anmerkung von mir: ich hatte den Veranstalter gebeten, die drei gefallenen Bäume aus den Weg zu räumen. da etliche Läufer nicht sehr gut geübt sind und auf der abschüssigen Strecke schon ohne Hindernisse bei glattem Schneeboden ihre liebe Mühe haben. Er überlegte kurz und lehnte ab. - Lustig finde ich, wenn Streckenposten den Läufern zurufen, dass es glatt sei. Besser: an der glatten Stelle Eis oder Schnee auflockern und wegräumen. ) Vieles ist, alles konnte aber nicht verhindert werden. Allen Gestürzten, eine baldige Genesung! ( Quelle: siehe http://www.laufszene-hamburg.com/gästebuch/ )

Der Liveticker ( Laufszene hamburg )  berichtete über den Lauf. Hervorheben kann ich die Bemerkung:

" Die Strecke war glatt, aber mit Spikes oder guten Trail Schuhen gut zu belaufen."

Bitte denkt generell daran, dass man Crossläufe immer mit Schuhen mit guten Profil laufen sollte.

Soweit ich weiss, sind von Euch alle im Ziel wohlbehalten angekommen Zum Glück!!!!!!